ÜBER DEN VERLAG

Autoren

Theophil Antonicek

 
* 22.11.1937 in Wien, † 19.4.2014 in Wien. Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien bei Erich Schenk (Promotion 1962, Habilitation 1978), an der er als Universitätsdozent und als Ao. Universitätsprofessor lehrte und noch bis 2013 Diplomanden und Dissertanten betreute. Von 1963 bis 1999 wirkte Antonicek bei der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ab 1984 als korrespondierendes und seit 1995 als wirkliches Mitglied der philosophisch-historischen Klasse; Mitglied der Leitenden Kommission der Gesellschaft zur Herausgabe der Denkmäler der Tonkunst in Österreich. Von 1998 bis 2014 wissenschaftlicher Leiter des Anton Bruckner Instituts Linz.
 

Hans Bauernfeind

 
* 1.9.1908 in Klein-Stetteldorf (Niederösterreich), † 19.3.1985 in Wien. Absolvierung der Lehrerbildungsanstalt, musikalische Ausbildung an der Wiener Musikhochschule (Komposition bei Joseph Marx und Josef Lechthaler, Orgel, Dirigieren und Schulmusik). Ab 1930 als Organist, Chordirigent und Musikerzieher tätig. Kulturpreis des Landes Niederösterreich u. a. Umfangreiches kompositorisches Œuvre mit Schwerpunkt Chormusik.
 

Richard Bletschacher

 
* 1936 in Füssen am Lech (Bayern). Studierte Theater- und Musikwissenschaft sowie Philosophie in München, Heidelberg, Paris und Wien. 1959 Promotion zum Dr. phil. 1959-1967 Regie- und Dramaturgieassistent zunächst am Theater in der Josefstadt, dann an der Wiener Staatsoper, 1967-1996 Regisseur an der Wiener Staatsoper; zahlreiche internationale Gastspiele und Inszenierungen. 1982-1996 Chefdramaturg an der Wiener Staatsoper. 1982-1990 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 1961 auch als Opernlibrettist tätig, bisher zehn abendfüllende und zehn einaktige Opern mit den Komponisten Peter Ronnefeld, Iván Eröd, Kurt Schwertsik, Franz Thürauer, Erich Urbanner, Ernst Ludwig Leitner und Alfred Schnittke. Des weiteren verfasste er zwanzig Bücher, Opernübersetzungen und zahlreiche Liedtexte. Seit 1977 Mitglied, seit 2000 1.Vizepräsident des Österreichischen P.E.N.-Clubs.
 

Rüdiger Bornhöft

 
* 1939 in Fürstenberg/Havel. Musikstudium 1954-1962 an der Fachgrundschule für Musik Neustrelitz und am Konservatorium Rostock (Violine, Viola und Klavier). Als Orchestermusiker (Bratschist) in Schwerin, Rostock und Bremerhaven tätig. Seit 1980 Korrekturarbeiten für die Bruckner-Gesamtausgabe (Symphonien, Messen, Orchestermaterialien). In diesem Rahmen auch als Herausgeber tätig. Mitbeteiligung an den Neuausgaben von Gustav Mahlers V. und VI. Symphonie (Partitur und Orchestermaterial) für die Mahler-Gesamtausgabe Wien.
 

Günter Brosche

 
* 1939. Studium an der Universität Wien (Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft), 1962 Promotion zum Dr. phil. Langjährige Instrumentalstudien (Violine, Klavier, Orgel) an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Konservatorium in Wien. Seit 1964 in der Österreichischen Nationalbibliothek tätig, ab 1981 Direktor von deren Musiksammlung und Leiter des Instituts für Österreichischen Musikdokumentation, seit 1984 Hofrat. Seit 1975 Generalsekretär der Internationalen Richard Strauss-Gesellschaft und Redakteur der „Richard Strauss-Blätter". Ab 1997 Universitätslektor am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien (Archiv- und Bibliothekskunde). Zahlreiche Publikationen zur österreichischen Musikgeschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Beethoven, Bruckner, Richard Strauss und Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Herausgeber der Reihen „Publikationen des Instituts für Österreichischen Musikdokumentation", „Katalog der Sammlung Anthony van Hoboken" (abgeschlossen mit 17 Bänden) und "Musica manuscripta" (7 Bände).
 

Franz Burkhart

 
* 19.9.1902 in Wien, † 20.10.1978 in Wien. Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien (bei Adler, Lach, Ficker, Fischer und Haas), Privatstudien in den Fächern Violine, Klavier und Komposition, Chordirigieren bei Ferdinand Grossmann, Professor am Konservatorium der Stadt Wien, Chorleiter, Begründer und Leiter der Wiener Kindersingschule, Vorsitzender des Musikausschusses des Österreichischen Sängerbundes, Präsident des Österreichischen Orgelforums. Zahlreiche Auszeichnungen: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, Österreichischer Staatspreis, Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik, Ritterkreuz des päpstlichen St. Gregoriusordens u. a. Kompositorisches Schaffen in allen Bereichen der Chormusik.
 

William Carragan

 
Studierte Komposition bei Alfred Swan, Klavier bei Stanley Hummel und Gilbert Kalish sowie Cembalo bei Louis Bagger, langjährige Konzerttätigkeit. Ab 1965 Professor für Physik am Hudson Valley Community College in Troy (New York), wo er auch nach seiner Pensionierung im Frühjahr 2001 als Konsulent tätig ist. Auf musikalischem Gebiet Rekonstruktion der Uraufführungsfassung von Bruckners 1. Symphonie (eingespielt bei Naxos), 1979-1983 Vervollständigung der 9. Symphonie (mehrmals aufgeführt und eingespielt), 1989 Vervollständigung von Franz Schuberts 8. Symphonie (ebenfalls mehrmals aufgeführt). 1996 Organisation des einzigen Internationalen Symposiums anlässlich des 100. Todestages Bruckners in der westlichen Hemisphäre, in den letzten Jahre zahlreiche Publikationen zur Aufführungspraxis von Bruckners Werken.
 

David Chapman

 
erhielt seinen Ph.D. in Historischer Musikwissenschaft an der Rutgers University, wo er Musikgeschichte, Aufführungspraxis und Ethnomusikologie unterrichtet. Er ist Autor der Monographie Bruckner and the Generalbass Tradition (Wien: Musikwissenschaftlicher Verlag, 2010) und bereitet derzeit die Neuedition von Bruckners „Nullter“ Symphonie (WAB 100) für die Neue Anton Bruckner Gesamtausgabe vor. Er hat Artikel und Rezensionen für verschiedene wissenschaftliche Zeitschriften verfasst, darunter Eighteenth-Century Music, Ad Parnassum: A Journal of Eighteenth- and Nineteenth-Century Instrumental Music und das Galpin Society Journal.
 

Benjamin Gunnar Cohrs

 
* 1965, studierte 1989-1994 Konzertdirigieren, Querflöte, Klavier und Gesang in Bremen sowie 1994/95 als DAAD-Stipendiat in Adelaide. 1984 debütierte er als Dirigent in seiner Heimatstadt Hameln. Internationale Tätigkeit als Gastdirigent (u. a. Russisches Nationalorchester Moskau, Royal Flanders Philharmonic, Tschechische Staatsphilharmonie, Philharmonia Hungarica), seit Februar 2002 Principal Guest Conductor des New Queen's Hall Orchestra (London). Außerdem arbeitet Cohrs als selbständiger Kulturjournalist und Musikforscher. Mitarbeit an der Aufführungsfassung des unvollendeten Finales zu Bruckners 9. Symphonie von Samale-Phillips-Cohrs-Mazzuca. Seit 1995 als Herausgeber im Rahmen der Bruckner-Gesamtausgabe tätig.
 

Rudolf H. Führer

 
* 1938 in Wien. Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, 1966 Promotion zum Dr. jur. 1958-1963 Studium (Oboe) an der Musikakademie in Wien. Seit 1968 im Wiener Musikverlag Doblinger tätig, dort langjähriger Leiter der Bühnen- und Konzertabteilung, von 1988 bis zu seiner Pensionierung 1998 Verlagsleiter. Umfangreiche Tätigkeit als Herausgeber, vor allem im Rahmen der Reihe Diletto musicale sowie der Johann Strauß Gesamtausgabe (beide Doblinger).
 

Wolfgang Grandjean

 
* 1944 in Trier/Mosel. 1964-1970 Studium in Saarbrücken (Schulmusik, Klavier bei Walter Blankenheim, Musiktheorie und Komposition bei Heinrich Konietzny). Erste Aufführungen eigener Kompositionen; Konzerttätigkeit als Liedbegleiter, Aufnahmen und Sendungen im Saarländischen Rundfunk. 1970-1974 Studium der Musikwissenschaft an der Universität Bonn mit Promotion. Studium der Komposition an der Musikhochschule Köln bei Karlheinz Stockhausen und der Elektronischen Komposition bei Hans Ulrich Humpert. 1973 Dozent für Musiktheorie an der Folkwang-Hochschule. 1979 Berufung zum Professor. Seit 1988 Mitglied des Senats der Folkwang-Hochschule. Forschungsschwerpunkte: Anton Bruckner, musiktheoretische Fragen, derzeit Beschäftigung mit W. A. Mozart als Theoretiker. Ausführliches Literaturverzeichnis und Werkverzeichnis unter http://wolfgang-grandjean.de.
 

Franz Grasberger

 
* 2.11.1915 in Gmunden (Oberösterreich), † 25.10.1981 in Wien. Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien bei Robert Lach und Robert Haas. 1935-1937 Ausbildung an der Wiener Musikakademie (Kirchen- und Schulmusik). Ab 1938 Mitarbeiter der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, 1970-1980 deren Direktor. 1954-1972 Lehrauftrag für Musikbibliographie an der Universität Wien. Seit 1970 Landesleitung Österreich des RISM. 1972 Mitbegründer des Instituts für Österreichische Musikdokumentation. 1974-1981 Obmann der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1978 Gründung des Anton Bruckner Institutes Linz (ABIL). Organisation von zahlreichen Ausstellungen (u. a. über Hugo Wolf 1960, Richard Strauss 1964 und Anton Bruckner Wien 1974 und Linz 1977) sowie Symposien. Publikationen u.a. über Johannes Brahms, Richard Strauss sowie Arbeiten über bibliothekarische Probleme und analytisch-musiktheoretische Themen. Herausgeber von H. Wolf, Briefe an Melanie Köchert (1964), sowie von Werken von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Anton Bruckner, Franz Schubert, Richard Strauss und Hugo Wolf.
 

Renate Grasberger

 
* 1941 in Wien. Studien an der Akademie für angewandte Kunst (Keramik) sowie Kunstgeschichte an der Universität Wien. Seit 1960 an der Österreichischen Nationalbibliothek, ab 1964 in deren Musiksammlung tätig. Mitarbeit an Publikationen und Projekten von Franz Grasberger, 1978-2006 Mitarbeit am Anton Bruckner Institut Linz, seit 2007 ehrenamtliche Mitarbeit an der „Arbeitsstelle Anton Bruckner“ der vormaligen Kommission für Musikforschung, jetzt Abteilung Musikwissenschaft des ACDH-CH. Publikationen vorwiegend über Anton Bruckner, u.a. „Werkverzeichnis Anton Bruckner“, „Bruckner-Bibliographie“ (2 Bände), „Bruckner-Ikonographie“ (bisher 3 Bände), gemeinsam mit Erich W. Partsch: „Bruckner – skizziert“, gemeinsam mit Elisabeth Maier: „Die Bruckner-Bestände des Stiftes St. Florian“ (3 Bände). Mitarbeit an Ausstellungen (u.a. „Die Handschriften der Meister“ GdM 1966, OÖ Landesausstellung 1996 St. Florian / Anton Bruckner) sowie an deren Katalogen.
 

Andrea Harrandt

 
* 1960 in Wien. Studium der Musik- und Theaterwissenschaften. Seit 1980 Mitarbeit beim Anton Bruckner Institut Linz (ABIL), ab 1984 Mitarbeiterin der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Mitherausgeberin der Publikationsreihen des ABIL, Redakteurin der Mitteilungsblätter der Internationalen Bruckner-Gesellschaft, Herausgabe der Briefe Anton Bruckners im Rahmen der Bruckner-Gesamtausgabe. Seit 2004 Mitarbeiterin der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.
 

Uwe Harten

 
* 1944 in Ehrhorn/Soltau (Niedersachsen), aufgewachsen in Hamburg, seit 1964 in Wien lebend. Studium der Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in Hamburg und Wien. Dissertation über Carl Debrois van Bruyck. Seit 1972 Mitarbeiter, 1985-1997 auch Mitglied der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1974-1990 wissenschaftlicher Sekretär, seitdem Präsidiumsmitglied der Gesellschaft zur Herausgabe von Denkmälern der Tonkunst in Österreich (DTÖ). Mitarbeit am Anton Bruckner Institut Linz (ABIL) von dessen Gründung an (1978). 1988-2000 stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des ABIL. 1977-2000 Beteiligung an der Organisation der Linzer Bruckner-Symposien. Bis 2000 redaktionelle Gesamtleitung und Mitherausgeber der ABIL-Publikationen. Herausgeber u. a. von Anton Bruckner. Ein Handbuch (Salzburg-Wien 1996). Zahlreiche Aufsätze und Vorträge sowie Artikel für verschiedene Lexika. Präsident der 2002 gegründeten Internationalen Hans Rott Gesellschaft (www.hans-rott.org).
 

Paul Hawkshaw

 
* 1950 in Toronto (Kanada). Professor emeritus für Musikgeschichte an der Yale University School of Music. Studium an der University of Toronto (Posaune und Musikgeschichte) sowie an der Columbia University, New York (Musikwissenschaft). 1984 Abschluss mit der Dissertation “The Manuscript Sources of Anton Bruckner's Linz Works: A Study of his Working Methods from 1856 to 1868”. Herausgeber von zehn Bänden im Rahmen der Anton Bruckner Gesamtausgabe, darunter der ausführliche Kritische Bericht zur 8. Symphonie, und – gemeinsam mit Erich Partsch – das Faksimile des “Kitzler-Studienbuchs”. Autor der Bruckner-Biographie in “The New Groves Dictionary of Music and Musicians” sowie zahlreicher anderer Publikationen über diesen Komponisten. Seit 2004 Mitherausgeber der “Wiener Bruckner-Studien” der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Im Mai 2011 wurde Paul Hawkshaw die “Kilenyi Medal of Honor” der Amerikanischen Bruckner-Gesellschaft verliehen.
 

Erwin Horn

 
* 1940 in Würzburg. Diplomstudien Katholische Theologie und Pädagogik sowie Musiktheorie und Kirchenmusik in Würzburg, Diplomstudium Gregorianik in Essen. 1971-1977 Regionalkantor der Diözese Würzburg, 1977-1980 Dozent für Orgel und Musiktheorie an der Kirchenmusikschule Regensburg, ab 1980 am Konservatorium der Stadt Würzburg (seit 2001: Hochschule für Musik) tätig: 1980-1997 Dozent für Musiktheorie, 1997-2001 Direktor, 2001-2003 Pressereferent. Verantwortlicher Redakteur des Orgelbuches zum Gotteslob und der Orgelstücke zum Gotteslob. In den musiktheoretischen Publikationen vorwiegend Beschäftigung mit Anton Bruckner sowie Johannes Brahms, Franz Schubert, Franz Schmidt, Felix Mendelssohn Bartholdy, Gustav Mahler, Richard Strauss, Richard Wagner, Girolamo Frescobaldi und Hans Rott. Transkriptionen und CD-Einspielungen von symphonischen Sätzen Anton Bruckners und Opernpartien Richard Wagners. Mitinitiator der Würzburger Bruckner-Feste.
 

Crawford Howie

 
Crawford Howie ist Universitätsprofessor im Ruhestand (University of Manchester, UK), aber immer noch als Musikwissenschaftler, Dozent, Herausgeber und gelegentlich als Künstler tätig. Sein Hauptinteresse gilt der österreichischen Musik des 19. Jahrhunderts, insbesondere dem Leben und Werk von Anton Bruckner und Franz Schubert. Er ist Autor oder Koautor mehrerer Bücher und hat eine Reihe von Artikeln über diese beiden Komponisten veröffentlicht. In der "Neuen Anton Bruckner Gesamtausgabe" zeichnet er für die Neuedition der Messe in d-Moll verantwortlich.
 

Hans Jancik

 
* 10.8.1905 in Wien, † 4.12.2001 in Wien. Legte 1927 an der Wiener Musikakademie (der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst) die Reifeprüfung an der Abteilung für Kirchenmusik ab und promovierte 1929 an der Wiener Universität zum Dr. phil. mit dem Hauptfach Musikwissenschaft. Er betrat die Bibliothekarslaufbahn und war u.a. bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand 1970 Direktor der Bibliothek des Österreichischen Patentamtes. Aus seiner Feder stammt eine grundlegende Biographie Michael Haydns, er edierte u.a. Michael Haydns c-Moll-Requiem und war Mitarbeiter bei der kritischen Gesamtausgabe der Werke Anton Bruckners. Zahllose Beiträge in musikalischen Standard-Nachschlagewerken beweisen sein vielseitiges Wissen. Als 1956 die Internationale Hugo Wolf-Gesellschaft Wien gegründet wurde, bestellte man Hans Jancik zum wissenschaftlichen Editionsleiter der kritischen Hugo Wolf-Gesamtausgabe. 1961 wurde Jancik mit dem Hofrat-Titel ausgezeichnet, 1965 erhielt er den Ehrenring der Internationalen Bruckner-Gesellschaft, deren Generalsekretär er von 1951 bis 1970 war, 1971 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 1973 die Hugo Wolf-Medaille der Internationalen Hugo Wolf-Gesellschaft.
 

Benjamin M. Korstvedt

 
Studienabschluss BA (Summa cum laude) in Musikgeschichte, Komposition und vergleichender Literaturwissenschaft an der Clark University in Worcester/USA, Promotion zum PhD im Fach Musikwissenschaft an der University of Pennsylvania, mit einer Dissertation über Anton Bruckners Symphonie Nr.4. Fakultätsstellen an der University of Iowa und der University of St. Thomas (St. Paul/USA); derzeit “Professor of Music” an der Clark University und Präsident der Amerikanischen Bruckner Gesellschaft. Benjamin Korstvedt ist Autor einer Monographie zu Anton Bruckners 8. Symphonie (Cambridge 2000) und zahlreicher Artikel zu Anton Bruckner und damit in Zusammenhang stehenden Themen, sowie der Publikation "Listening for Utopia in Ernst Bloch's Musical Philosophy" (Cambridge 2010). Im Jahr 2010 wurde er von der Amerikanischen Bruckner Gesellschaft mit der "Kilenyi Medal of Honor" ausgezeichnet.
 

Andreas Lindner

 
Studium Musikwissenschaft und Publizistik an der Universität Wien, Konzertfachstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien. Nach Tätigkeit an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, im ORF und mehreren Forschungsprojekten seit 2006 Notenarchivar der Wiener Philharmoniker, seit 2007 im wissenschaftlichen Vorstand des Anton Bruckner Instituts. Ausübender Musiker.
 

Walburga Litschauer

 
* 1954 in Klagenfurt. Studium der Musik- und Theaterwissenschaften an der Universität Wien, daneben Klavierausbildung am Konservatorium der Stadt Wien bei Hans Bohnenstingl. 1979 Staatsprüfung in Klavier. 1980 Promotion mit einer Arbeit über Studien zum italienischen Lied in Wien. Seit 1980 Leitung der Wiener Arbeitsstelle für die Neue Schubert-Ausgabe an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied der Editionsleitung; Edition und Redaktion von Schuberts Klaviermusik. Seit 1979 Mitarbeit an der Bruckner-Gesamtausgabe. Von 1990 bis 1995 Schriftleitung der Musicologica Austriaca. 1992 Anerkennungspreis „Grand Prix Franz Schubert” für außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Schubert-Forschung. Teilnahme an internationalen Kongressen, Vortragstätigkeit im In- und Ausland, wissenschaftliche Beratung und Mitwirkung bei den Schubert-Tagen des Carinthischen Sommers, Rundfunksendungen. Vorstandsmitglied in mehreren in- und ausländischen wissenschaftlichen Gesellschaften, seit 1998 Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Musik. Lehrbeauftragte an der Wiener Universität.
 

Elisabeth Maier

 
* 1947 in Wien. Studium an der Universität Wien (Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Katholische Fachtheologie) und am Konservatorium der Stadt Wien (Klavier). 1971 künstlerische Reifeprüfung, 1973 Promotion zum Dr. phil., 2006 Sponsion zum Mag. theol.  1970-1980 wissenschaftliche Fachkraft des RISM an der Musiksammlung der österreichischen Nationalbibliothek; seit 1981 Mitarbeiterin der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bzw. Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen der ÖAW (jetzt ACDH-CH); Mitarbeit am Anton Bruckner Institut seit der Gründung 1978, 1987-2005 dessen Geschäftsführerin. Generalsekretärin der Wiener Katholischen Akademie ab 1993, 2014 bis 2017 deren Präsidentin. Zahlreiche Publikationen über Anton Bruckner sowie Vorträge im In- und Ausland, Rundfunksendungen, Filme, Rezensionen, Mitarbeit an Ausstellungen (u.a. Projektleiterin der oö. Landesausstellung / Anton Bruckner im Stift St. Florian 1996). 2006 Kulturmedaille des Landes OÖ für Verdienste in der Brucknerforschung, 2013 Ehrenmitglied der Bruckner Society of America.
 

Leopold Nowak

 
* 17.8.1904 in Wien, † 27.5.1991 in Wien. Promovierte 1927 zum Dr. phil. mit dem Hauptfach Musikwissenschaft und hielt 1932-1973 selbst Vorlesungen am Musikwissenschaftlichen Institut der Wiener Universität bis 1973. 1946 wurde er zum Leiter der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek bestellt, deren Räume im Krieg zerbombt, deren Bestände verlagert worden waren. Nowaks Name ist untrennbar mit dem Wiederaufbau und der Neuaufstellung der Musiksammlung verbunden. Als deren Direktor übernahm Nowak auch die Leitung der Bruckner-Gesamtausgabe und edierte ab 1951 die „blauen Bände”, mit denen er sich ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Nowaks akribisch erabeitete, philologisch exakt dem letzten Willen des Meisters gehorchenden Bruckner-Partituren sind die Grundlage des Stimmenmaterials des Musikwissenschaftlichen Verlages, nach denen heute weltweit Anton Bruckners Musik im authentischen Klangbild aufgeführt wird.
 

Angela Pachovsky

 
* 1964 in Wien. Studium der Musikwissenschaft und Romantistik an der Universität Wien, 1991 Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Joseph Messner. 1991-1993 Forschungsaufenthalt in Rom (Publikation zur Geschichte der Cappella Sistina im 19. Jh., gemeinsam mit Leopold M. Kantner), 1994-1999 Mitarbeit am Forschungsprojekt "Musikalische Wechselbeziehungen zwischen Österreich und Oberitalien im 19. Jh.", Publikationen zu diesem Themenbereich. Seit 1999 in der Verlagsleitung des Musikverlags Doblinger (Wien) tätig.
Ab 1995 Mitarbeit im Musikwissenschaftlichen Verlag, seit 2019 Geschäftsführerin des MWV.
 

Erich Wolfgang Partsch

 
* 1959 in Wien, † 2014 in Wien, Studium der Musikwissenschaft und Pädagogik in Wien. 1983 Promotion zum Dr. phil. Mitarbeiter des Anton Bruckner Instituts Linz, Vizepräsident der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, Lehrbeauftragter am Franz Schubert Konservatorium. Vortragstätigkeit im In- und Ausland, Konzeption von Ausstellungen, derzeit rund 60 Publikationen zur Musikgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
 

Klaus Petermayr

 
* 1973 in Vöcklabruck. Ausbildung zum Koch, dann Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Salzburg und Wien. Vor allem im Bereich der Bruckner-, Volksmusik- und oberösterreichischen Musikgeschichtsforschung tätig. Zahlreiche Feldforschungen in Oberösterreich und Salzburg sowie bei den oberösterreichischen Auswanderern in der Karpato-Ukraine und in Rumänien. Weitere Forschungsschwerpunkte: Österreichische Barockmusik, speziell zu Johann Joseph Fux und Gregor Joseph Werner, Musik und Tourismus. Seit 2019 Leiter der Sammlung Musik am Oberösterreichischen Landesmuseum (jetzt Landes Kultur-GmbH), Wissenschaftlicher Leiter des Anton Bruckner Institutes, Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerkes. Zahlreiche Publikationen. Lebt in Schörfling am Attersee.
 

John Alan Phillips

 
* 1960 in Adelaide (Australien). Studium in den Fächern Klavier und Musikwissenschaft an der University of Adelaide , 1983-1985 in Wien (Dirigieren bei Reinhard Schwarz und Komposition bei Alfred Uhl). Fortsetzung der Universitätsstudien in Adelaide, Dissertation über den unvollendeten Finalsatz von Bruckners 9. Symphonie. 2002 Ph. D. Dozent für Musikgeschichte und Theorie in Adelaide, als Pianist, Dirigent, Chorleiter und Komponist tätig, Unterrichtstätigkeit (Klavier und Gesang). 1998 Wahl zum National-Sekretär der Musicological Society of Australia.
Ab 1989 gemeinsam mit Nicola Samale, Benjamin Gunnar Cohrs und Giuseppe Mazzuca Arbeit an der Vervollständigung von Bruckners 9. Symphonie, die am 3.12.1991 in Linz uraufgeführt wurde und 1992 im Eigenverlag erschien (CD-Einspielung 1998 durch die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Johannes Wildner bei Sonarte Kassel).
 

Anton Reinthaler

 
* 1950 in Offenhausen (Oberösterreich), beendete seine Studien an der Musikhochschule Wien mit den Diplomen in Kirchenmusik sowie Lied und Oratorium und den Staatsprüfungen in Musikpädagogik und Gesangspädagogik. 1974-2001 Referent für Kirchenmusik der Diözese Linz, seit 1986 Domkapellmeister am Mariendom Linz. Als Herausgeber von Vokalmusik sowie als Komponist tätig (Messen, Motetten, Liedsätze, Kindermessen, Musik für Kantor und Schola, Bläsermusik). Kompositionspreis des Landes Niederösterreich.
 

Thomas Röder

 
* 1950 in Stuttgart, schloss seine Studien am Nürnberger Konservatorium mit der Staatlichen Musiklehrerprüfung ab und promovierte an der Universität Erlangen mit einer Dissertation über Bruckners 3. Symphonie. Seit 1991 Mitarbeit an der Anton-Bruckner-Gesamtausgabe. Die Arbeit am Revisionsbericht zu den drei edierten Fassungen von Bruckners Dritter bekam er noch von Leopold Nowak selbst anvertraut. Von 1982 bis 2010 Lektor für Musiktheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, von 2010–2015 dieselbe Position an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Ein Interessensschwerpunkt neben Bruckner ist die Nürnberger Musikgeschichte.
 

Herbert Seifert

 
* 1945, lehrt als Ao. Professor an der Universität Wien Musikwissenschaft. Er studierte an der Universität Wien Musik- und Theaterwissenschaft und promovierte 1970 mit einer Dissertation über den Barockkomponisten Giovanni Buonaventura Viviani. Ab 1966 war er Assistent am Institut für Musikwissenschaft und habilitierte sich 1981 mit einer Arbeit über die Oper am Wiener Kaiserhof im 17. Jahrhundert. In seinen zahlreichen Publikationen und Lehrveranstaltungen beschäftigt er sich vor allem mit der Musikgeschichte Österreichs, den Anfängen der Oper und der musikalischen Aufführungspraxis.
 

Andrea Sommer-Mathis

 
* 1956. 1982 Promotion an der Universität Wien in Theaterwissenschaft und Romanistik mit der Dissertation „Tu felix Austria nube" aus theaterwissenschaftlicher Sicht. Theatrale Festveranstaltungen anläßlich der Hochzeiten Maria Theresias und ihrer Kinder, die 1994, völlig überarbeitet, als Buch im Musikwissenschaftlichen Verlag erschien. Als langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte widmete sie sich vielfältigen Forschungen zu Theater, Fest und Zeremoniell an den Habsburgerhöfen der Frühen Neuzeit im europäischen Konnex (besonders Spanien). Seit 2000 ist sie als Leiterin der Verwaltung des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturforum in Rom tätig.
 

Isabella Sommer

 
* 1965 in Wien, studierte Flöte an der Wiener Musikhochschule (Lehrbefähigung) und Musikwissenschaft (Diplomarbeit: Hugo Wolfs Streichquartett in d-Moll). Neben zahlreichen musikwissenschaftlichen Projekten und der Arbeit an Publikationen ist sie seit 1992 Mitarbeiterin der Hugo Wolf Gesamtausgabe und seit 1996 Herausgeberin bei Doblingers Johann Strauß Gesamtausgabe.
 

Leopold Spitzer

 
* 28.5.1942 in Bad Ischl, † 2.12.2020 in Gmunden, Professor für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er studierte in Wien an der Musikakademie Gesang und Musikpädagogik sowie an der Universität Germanistik und Musikwissenschaft. Nach Beendigung seiner Studien wurde er als Theorielehrer an die Musikhochschule berufen, daneben wirkte er als Konzertsänger. 1978 folgte die Berufung zum Leiter einer Klasse für Gesang. Als langjähriger Leiter der Abteilung für Sologesang war er maßgeblich an der inneren und äußeren Reorganisation der Sängerausbildung beteiligt, wofür ihm 1996 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen wurde. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit an der Musikhochschule, im Rahmen von Liedinterpretationskursen im In- und Ausland sowie als Juror bei Wettbewerben war er ständig publizistisch tätig. Er legte Studien zur Harmonik im Werke R. M. Rilkes und Albert von Thimus vor, schrieb Fachartikel zu gesangspädagogischen und hochschulpolitischen Fragen sowie über Hugo Wolf.
 

Karlhans Urbanek

 
* 1.11.1943 in Metz (Frankreich), † 22.7.2000 auf Schloß Weitra im Waldviertel (Niederösterreich). Aufgewachsen in Wien. Seit dem 15. Lebensjahr als Chorleiter, in der Folge auch als Organist und Musikpädagoge tätig. Gründung eines eigenen Musikverlags mit Schwerpunkt Chorliteratur.
 

Manfred Wagner

 
* 1944 in Amstetten (Niederösterreich). Seit 1974 Ordinarius für Kultur- und Geistesgeschichte an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 1992-94 Vizepräsident und 1995-97 Präsident des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien (IFK), seit 1997 Präsident der Internationalen Schönberg Gesellschaft, Mitglied des Kuratoriums des Fonds zur Förderung des wissenschaftlichen Forschung (FWF) und des Fachbeitrats für Bildungsforschung, Vorsitzender des Aufsichtsrates der NÖ Kulturwirtschaft Ges.m.b.H. Arbeitsschwerpunkte: Bildende Kunst, Musik, Kultur- und Bildungspolitik, Kulturförderung, Medienforschung, Rezeptionsforschung.
 

Othmar Wessely

 
* 31.10.1922 in Linz, † 20.4.1998 in Wien. Studium am Bruckner-Konservatorium in Linz und an der Universität Wien bei Erich Schenk. 1947 Promotion mit der Dissertation Anton Bruckner in Linz. 1950 Assistent am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien, 1958 Habilitation, 1963 Ernennung zum Ao. Professor für Musikwissenschaft und Vorstand des Musikwissenschaftlichen Institutes der Universität Graz. 1971 bis zu seiner Emeritierung 1992 Professor für Musikwissenschaft an der Universität Wien. 1974-1991 Präsident der Gesellschaft zur Herausgabe von Denkmälern der Tonkunst in Österreich. Ab 1982 Obmann der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und wissenschaftlicher Leiter des Anton Bruckner Instituts Linz. Zahlreiche Veröffentlichungen, vor allem zur Musik der Renaissance sowie zur Musik- und Kulturgeschichte Oberösterreichs.
 

John Williamson

 
John Williamson ist emeritierter Professor an der University of Liverpool. Er studierte Musik und Geschichte an der University of Glasgow, bevor er am Balliol College über Mahler promovierte, wo er unter anderem von Egon Wellesz, Robert Sherlaw Johnson und Frederick Sternfeld betreut wurde. Zu seinen Veröffentlichungen zählen "The Music of Hans Pfitzner", "Richard Strauss: ‘Also sprach Zarathustra’”, "The Cambridge Companion to Bruckner" sowie zahlreiche Essays und Rezensionen. Sein Repertoire als Pianist reicht von Haydn bis Messiaen und Stockhausen, und er konzertiert regelmäßig auf Alt- und Tenorposaune und Sackbutt.
 

Weiterführende Informationen

Gesamtkatalog

PDF, 42 Seiten, 3MB

Buchkatalog

PDF, 48 Seiten, 4MB