LITERATUR ZU ANTON BRUCKNER -
Publikationen des Anton Bruckner Instituts Linz (ABIL)
1. DOKUMENTE UND STUDIEN
Jeder Band im Format 24 x 17, broschiert

Theophil Antonicek
ANTON BRUCKNER UND DIE WIENER HOFMUSIKKAPELLE
hrsg. von Franz Grasberger (1979)
MV 101. 168 Seiten, ISBN 978-3-900270-77-3
Der k. k. Hofmusikkapelle anzugehören bedeutete eine Auszeichnung und bestimmte entscheidend die gesellschaftliche Stellung eines Musikers. Bruckner bewarb sich viele Jahre vergeblich, ehe Hofkapellmeister Herbeck die Aufnahme Bruckners erwirkte.
Antoniceks Buch bringt erstmals geschlossen sämtliche Bruckner betreffenden Aktenstücke. Aus ihnen erhellt unter anderem, dass das eigentlich Erschütternde an Bruckners Schicksal nicht verständnislos-böswilliges Verhalten seiner Zeitgenossen ist; vielmehr hat Bruckner in seinem Drang, Güte und Sympathie auf sich zu ziehen, tragischerweise Verhaltensweisen gesetzt, welche nach kurzfristigen äußeren Erfolgen auf lange Sicht eine gewisse Distanzierung von ihrem Urheber verursachten.


ANTON BRUCKNER IN WIEN
Eine kritische Studie zu seiner Persönlichkeit
hrsg. von Franz Grasberger
MV 102. 292 Seiten, ISBN 978-3-900270-78-0 (1980)
MANFRED WAGNER
Bruckner in Wien
Ein Beitrag zur Apperzeption und Rezeption des oberösterreichischen Komponisten in der Hauptstadt der k. k. Monarchie.
Aus der Sicht seiner Zeitgenossen und aufgrund einer systematischen Zeitungsanalyse wird Bruckners gesellschaftliche Position in Wien dargestellt.
JOHANNES-LEOPOLD MAYER
Musik als gesellschaftliches Ärgernis - oder: Anton Bruckner, der Anti-Bürger
Das Phänomen Bruckner als historisches Problem.
Mit seiner individuell ausgerichteten Musik trat Bruckner in Opposition zur liberal-demokratischen Gesellschaft, entzog sich aber auch dem Versuch einer Vereinnahmung durch die christlich-soziale Gruppierung.
ELISABETH MAIER
Anton Bruckners Arbeitswelt
Dokumente widerlegen die Legende vom passiven Bruckner, den es nach Wien "verschlagen" habe: Bruckner strebte konsequent nach Wien. Hier hat er Existenzsicherung durch einen "Dienst" gesucht. Die Gefährten seiner Entspannungsstunden, denen er keine persönlichen Einblicke gewährte, versuchten den Leerraum auszufüllen, was zu vielen Verzeichnungen geführt hat.
LEOPOLD M. KANTNER
Die Frömmigkeit Anton Bruckners
Die zeitgenössische Frömmigkeitsform wird mit jener Bruckners verglichen, Einflüsse werden untersucht. Das Fazit zeigt Bruckner als einen tiefgläubigen gebetseifrigen, auch mit weniger anziehenden Charaktereigenschaften ausgestatteten Menschen: gläubig, fromm, doch nicht heilig, und all dies in entschiedener Distanz zum Werk.

Elisabeth Maier / Franz Zamazal
ANTON BRUCKNER UND LEOPOLD VON ZENETTI
hrsg. von Franz Grasberger (1980)
MV 103. 264 Seiten, ISBN 978-3-900270-79-7
Bruckners wichtiger Lehrer in dessen Kronstorfer Zeit (ab 1843). Der Band bringt folgerichtig nicht nur eine ausführliche Darstellung von Zenettis Leben und Werk sowie des „Umfelds”, sondern auch von Bruckners frühem Schaffen, wobei die Überschriften „Das Erbe der Klassik”, „Erweiterter Horizont” und „Wunsch nach Perfektion” für sich sprechen.

Renate Grasberger
BRUCKNER-BIBLIOGRAPHIE (bis 1974)
hrsg. von Othmar Wessely (1985)
MV 104. 296 Seiten, ISBN 978-3-900270-80-3
Aufgenommen wurden neben dem eigentlichen Bruckner-Schrifttum auch allgemein-musikgeschichtliche Publikationen und Abschnitte daraus, sofern sie sich mit Bruckner und/oder seinem Werk beschäftigen.
Teil II siehe Band 12 (MV 112)

Hans Kreczi
DAS BRUCKNER-STIFT ST. FLORIAN
UND DAS LINZER REICHS-BRUCKNER-ORCHESTER
(1942-1945)
hrsg. von Othmar Wessely (1986)
MV 105. 368 Seiten, ISBN 978-3-900270-81-0
Der langjährige Linzer Kulturverwaltungsdirektor stellt hier erstmals Hitlers Plan dar, aus dem Augustiner-Chorherrenstift St. Florian und den Institutionen „Bruckner-Orchester” und „Bruckner-Chor” das „Musikwerk des Großdeutschen Rundfunks” zu bilden, dem im nationalsozialistischen Neuordnungsplan für ein Nachkriegseuropa eine wesentliche Position zugedacht war.

Steffen Lieberwirth
ANTON BRUCKNER UND LEIPZIG. Die Jahre 1885-1902
hrsg. von Othmar Wessely (1988)
MV 106 . 114 Seiten, ISBN 978-3-900270-82-7
Beginnend mit den Ereignissen rund um die für Bruckners internationale Anerkennung so wichtige Uraufführung der VII. Symphonie in Leipzig weist der Autor die Bedeutung Leipzigs für die Rezeption von Bruckners Schaffen überzeugend nach. Das wertvolle, reichhaltige Illustrationsmaterial verleiht der Fülle an Dokumenten Anschaulichkeit und schenkt dem Band eine geradezu „kulinarische” Dimension.

Renate Grasberger
(unter Mitarbeit von Uwe Harten)
BRUCKNER-IKONOGRAPHIE TEIL I (1854-1924)
hrsg. von Othmar Wessely
in Zusammenarbeit mit Andrea Harrandt, Elisabeth Maier und Uwe Harten (1990)
MV 107. 250 Seiten, ISBN 978-3-900270-83-4
Ausgedehnte Grundlagenforschung und günstige Zufälle erbrachten ein umfangreiches, der Bruckner-Forschung oft unbekannt gewesenes Bildmaterial.
Unter den 186 verschiedenen, chronologisch geordneten und ausführlich beschriebenen Abbildungen befinden sich nicht nur Photographien, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Karikaturen, Radierungen, Lithographien, Holz- und Stahlstiche, Exlibris, Postkarten, sondern auch Medaillen, Plaketten und Gedenktafeln. Die Wiedergabe der Bilder erfolgt in einer den alten Photographien nachgeahmten Brauntönung; mehrfarbige Darstellungen werden in einem gesonderten Farbteil zusammengefasst.


Renate Grasberger
BRUCKNER-IKONOGRAPHIE TEIL 2 (1925 bis 1946)
hrsg. von Theophil Antonicek in Zusammenarbeit mit Moritz Csáky – Andrea Harrandt – Elisabeth Maier (2004)

Mit Nachträgen zu Teil 1 (= Band 7, MV 107)
Über 200 Abbildungen mit großteils kaum bekannten Brucknerdarstellungen, mit ausführlichen Kommentaren und Register

MV 114. 280 Seiten, davon 16 Farbseiten, ISBN 978-3-900270-67-4


Renate Grasberger
BRUCKNER-IKONOGRAPHIE TEIL 3 (1947 bis 2006)
hrsg. von Theophil Antonicek in Zusammenarbeit mit Renate Grasberger – Elisabeth Maier – Erich Wolfgang Partsch (2007)

Mit Nachträgen zu Teil 1 (= Band 7, MV 107) und Teil 2 (= Band 14, MV 114)
Über 300 Abbildungen mit ausführlichen Kommentaren und Register zu allen drei Bänden

MV 118. 385 Seiten, davon 32 Farbseiten, ISBN 978-3-900270-76-6


Renate Grasberger / Erich W. Partsch
(unter Mitarbeit von Uwe Harten)
BRUCKNER - SKIZZIERT
Ein Porträt in ausgewählten Erinnerungen und Anekdoten
hrsg. von Othmar Wessely (1991)
MV 108. 290 Seiten, ISBN 978-3-900270-16-2
Wie weit ist das gängige Bruckner-Bild durch Anekdoten manipuliert? Unter welchen Bedingungen kommt der Anekdote ein (wenn auch begrenzter) Dokumentationswert zu?
In über 300 Erinnerungsberichten und Anekdoten vermitteln die Autoren ein Bruckner-Bild aus dem Blickwinkel von Zeitgenossen und späteren Informanten, wobei die Beiträge nach Themenkreisen (Lebensart, Religion, Frauen, Obrigkeit, Berufswelt) angeordnet sind. Die Gegenüberstellung wirft grundsätzliche Fragen auf und fordert beispielsweise zur Analyse des Stereotyps vom „Musikanten Gottes” geradezu heraus.

Hans Kreczi
BRUCKNER-ORCHESTER UND BRUCKNERHAUS LINZ
hrsg. von Othmar Wessely
in Zusammenarbeit mit Andrea Harrandt, Elisabeth Maier und Uwe Harten (1992)
MV 109. 308 Seiten, ISBN 978-3-900270-21-6
Kreczi stellt die Entwicklung des Bruckner-Orchesters in den größeren Zusammenhang kulturpolitischer Zielsetzungen; der soziale Aufstieg der Musiker wird ebenso behandelt wie von internen Machtkämpfen, vor allem aber vom jahrelangen Ringen um die Verwirklichung der Idee des Brucknerhauses.
Ein ausführlicher Anhang verzeichnet u. a. Daten und Programme, Interpreten, Besucherfrequenz und Rezensionen der Orchesterkonzerte von 1949 bis 1974 (bis zur Eröffnung des Brucknerhauses).

Harry Slapnicka / Rudolf Zinnhobler / Othmar Wessely / Franz Zamazal
STAAT - KIRCHE - SCHULE IN OBERÖSTERREICH
Zu Anton Bruckners sozialhistorischem Umfeld
hrsg. von Othmar Wessely
in Zusammenarbeit mit Andrea Harrandt, Elisabeth Maier und
Uwe Harten (1994)
MV 110. 264 Seiten, ISBN 978-3-900270-28-5
HARRY SLAPNICKA: Oberösterreich zwischen Wiener Kongreß und den Anfängen der politischen Parteien (1815-1870)
RUDOLF ZINNHOBLER: Das Bistum Linz zwischen Spätjosephinismus und Liberalismus
OTHMAR WESSELY: Der junge Bruckner und sein Orgelspiel
FRANZ ZAMAZAL: Familie Bruckner - Drei Generationen Lehrer. Schulverhältnisse - Ausbildung - Lebenslauf
Im vorliegenden Band sind vier Studien eines Historikers, eines Kirchenhistorikers, eines Musikwissenschaftlers und eines Spezialisten für Dokumentarforschung vereinigt, die der Darstellung von Bruckners soziokulturellem Umfeld gewidmet sind. Auf diese Weise werden von verschiedenen Seiten Zugänge geschaffen zu einer vertieften Kenntnis der Zeit, des Milieus und der Entwicklung Anton Bruckners.


Elisabeth Maier
VERBORGENE PERSÖNLICHKEIT
Anton Bruckner in seinen privaten Aufzeichnungen
hrsg. von Theophil Antonicek
in Zusammenarbeit mit Moritz Csáky/Andrea Harrandt/Elisabeth Maier 2001
MV 111. 2 Bände in einem Schuber, 750+426 Seiten,
ISBN 978-3-900270-60-5
Anton Bruckners Briefe betreffen - mit wenigen Einschränkungen - das Schicksal des Wekes, geben jedoch wenig Einblick in seine Persönlichkeit. Umso größere Bedeutung kommt demnach den einzigen wirklich privaten Aufzeichnungen von seiner Hand zu, den Notizbüchern, die er von der Linzer Zeit an bis zu seinem Tod geführt hat und von denen ingsgesamt 22 erhalten geblieben sind.
Diese Dokumente, die sich teilweise in Privatbesitz befinden und noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, können nun erstmals vollständig publiziert werden: Einem Textband, der eine Transkription jeder Seite, notwendige Erläuterungen dazu, sowie - im umfangreichen Anhang - Anmerkungen zu allen von Bruckner notierten Personen bringt, ist ein Bildband mit Reproduktionen aller mit Eintragungen versehenen Seiten beigegeben.


Renate Grasberger
BRUCKNER-BIBLIOGRAPHIE TEIL II (1975-1999)
hrsg. von Theophil Antonicek in Zusammenarbeit mit Moritz Csáky, Andrea Harrandt und Elisabeth Maier
MV 112. 249 Seiten, ISBN 978-3-900270-61-2
Der vorliegende Band schließt direkt an den 1985 erschienenen ersten Teil der Bruckner-Bibliographie an und stellt gemeinsam mit diesem eine unentbehrliche Arbeitsgrundlage für jeden Brucknerforscher dar. Die Beiträge sind alphabetisch nach Autoren geordnet. Ein umfangreicher Registerteil ermöglicht das rasche Auffinden der gewünschten Informationen.
Teil I siehe Band 4 (MV 104)


Erich Wolfgang Partsch
ANTON BRUCKNER UND STEYR
hrsg. von Theophil Antonicek (2003)
in Zusammenarbeit mit Moritz Csáky/Andrea Harrandt/Elisabeth Maier
Mit einem kirchengeschichtlichen Beitrag von Roland Bachleitner
MV 113. 486 Seiten, mit 100 Abbildungen,
ISBN 978-3-900270-62-7, vergriffen

Die vorliegende Studie dokumentiert erstmals ausführlich die lebenslange Beziehung des Komponisten zu Steyr – unter Einbeziehung zahlreicher bislang unbekannter Dokumente und Abbildungen.

aus dem Inhalt:
• Tausend Jahre Musik in Steyr
• Bruckners sozialhistorisches und kirchengeschichtliches Umfeld
Bruckner als „Ferienkomponist“
• Wirkungsgeschichte nach 1896

 

Elisabeth Maier
ANTON BRUCKNER ALS LINZER DOM- UND STADTPFARRORGANIST. Aspekte einer Berufung
Mit einem Beitrag von Ikarus Kaiser: Der Dom- und Stadtpfarrkapellmeister Karl Borromäus Waldeck und die Orgel der Stadtpfarrkirche in Linz

In Anton Bruckners Leben fallen in den Jahren 1855 bis 1868 wesentliche Entscheidungen: Er tauscht das klösterliche und dörfliche Milieu gegen das säkulare und städtische, wagt den Schritt vom Lehrer zum Berufsmusiker und entwickelt sich vom Organisten und Kirchenkomponisten zum Symphoniker. In diesen Grenzüberschreitungen folgt er kompromisslos dem Diktat der ihm innewohnenden schöpferischen Begabung, die ihm immer mehr „die Composition zur Hauptaufgabe seines Lebens“ macht.

Die vorliegende Publikation erfasst die Dokumente (darunter zahlreiche Erstveröffentlichungen) dieser entscheidenden Lebensphase Bruckners in größtmöglicher Vollständigkeit und deutet sie unter dem Aspekt einer konsequenten künstlerischen Entwicklung. Aus den nüchternen Relikten oft komplizierter amtlicher Vorgänge, aus Briefen und Zeitungsrezensionen zeichnet sich ein spannendes und menschlich bewegendes Portrait einer großen Berufung.

MV 115. 520 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 978-3-900270-72-8


ANTON BRUCKNER IM GEDICHT. Ein Rezeptionsphänomen

mit Beiträgen von Elisabeth Maier, Oswald Panagl und Erich Wolfgang Partsch
hrsg. von Renate Grasberger, Elisabeth Maier und Erich Wolfgang Partsch (2005)

267 Gedichte von 108 Autoren aus mehr als 140 Jahren von Gelegenheitstexten und Dialektdichtungen bis zu Werken von
Eugen Roth, Josef Weinheber und Charles Bukowski als wesentliche Quelle zur Rezeptionsgeschichte
mit kritischem Kommentar und biographischen Angaben zu den Autoren

MV 116. 232 Seiten, ISBN 978-3-900270-69-8


Johann August Dürrnberger
ELEMENTARLEHRBUCH DER HARMONIE- UND GENERALBASS-LEHRE

Reprint der Ausgabe Linz 1841 mit den handschriftlichen Eintragungen Anton Bruckners Farbfaksimile, kommentiert und mit einer Studie versehen von Daniel Hensel

MV 119. 178 Seiten, ISBN 978-3-903196-01-8

Dürrnbergers Lehrbuch war ein Standardwerk der musikalischen Lehrerausbildung. Bruckner selbst verwendete es später auch in Wien zum Unterricht mit seinen Studenten.